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Prof. Dr. Emil Kautzsch

Textbibel

Das Alte Testament

Psalm 37.

Warnung vor Unmut über das vermeintliche Glück der Gottlosen.

1 Von David.
Erhitze dich nicht über die Bösewichter,
ereifere dich nicht über die, welche Frevel verüben.
2 Denn wie das Gras werden sie schnell abgeschnitten
und wie das grüne Kraut verwelken sie.
3 Vertraue auf Jahwe und thue Gutes,
bewohne das Land und pflege Redlichkeit:
4 so wirst du an Jahwe deine Wonne haben,
und er wird dir geben, was dein Herz wünscht.
5 Stelle Jahwe dein Geschick anheim
und vertraue auf ihn, so wird er es machen
6 und wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Morgenlicht
und dein Recht wie die Mittagshelle.
7 Sei still vor Jahwe und harre auf ihn;
erhitze dich nicht über den, der seine Unternehmungen glücklich hinausführt,
über einen, der Ränke übt.
8 Stehe ab vom Zorn und laß den Groll fahren;
erhitze dich nicht, es führt nur zum Bösesthun.
9 Denn die Bösewichter werden ausgerottet werden,
aber die auf Jahwe harren, die werden das Land in Besitz nehmen.
10 Nur noch ein Weilchen, so ist der Gottlose nicht mehr,
und achtest du auf seine Wohnstätte, so ist er nicht mehr da.
11 Aber die Elenden werden das Land in Besitz nehmen
und an einer Fülle von Heil ihre Wonne haben.
12 Der Gottlose sinnt Unheil gegen den Frommen
und knirscht wider ihn mit den Zähnen.
13 Der Herr lacht seiner,
denn er hat längst gesehen, daß sein Tag kommen wird.
14 Die Gottlosen haben das Schwert gezückt und ihren Bogen gespannt,
um den Elenden und Armen zu fällen,
um redlich Wandelnde hinzuschlachten.
15 Ihr Schwert wird ihnen ins eigene Herz dringen,
und ihre Bogen werden zerbrochen werden.
16 Das Wenige, was der Fromme hat, ist besser,
als der Reichtum vieler Gottlosen.
17 Denn die Arme der Gottlosen werden zerbrochen,
aber die Frommen stützt Jahwe.
18 Jahwe kennt die Lebenstage der Redlichen,
und ihr Besitz wird immerdar bestehn.
19 Sie werden in böser Zeit nicht zu Schanden werden
und in den Tagen der Hungersnot sich sättigen.
20 Denn die Gottlosen gehen zu Grunde,
und die Feinde Jahwes sind wie die Pracht der Auen:
sie schwinden dahin, wie der Rauch, schwinden dahin.
21 Der Gottlose borgt und bezahlt nicht,
aber der Fromme ist mildthätig und giebt.
22 Denn die von ihm Gesegneten werden das Land in Besitz nehmen,
und die von ihm Verfluchten werden ausgerottet.
23 Von Jahwe aus werden eines Mannes Schritte gefestigt,
wenn er an seinem Wandel Gefallen hat.
24 Fällt er, so wird er nicht hingestreckt,
denn Jahwe stützt seine Hand.
25 Ich bin jung gewesen und bin alt geworden
und habe nie einen Frommen verlassen gesehen
oder seine Nachkommen nach Brot gehn.
26 Alle Zeit ist er mildthätig und leiht,
und seine Nachkommen werden zum Segen.
27 Halte dich fern vom Bösen und thue Gutes,
so wirst du immerdar wohnen bleiben.
28 Denn Jahwe liebt das Recht
und verläßt seine Frommen nimmermehr.
Die Ungerechten werden vertilgt,
und die Nachkommen der Gottlosen ausgerottet.
29 Die Frommen werden das Land in Besitz nehmen
und für immer darin wohnen.
30 Der Mund des Frommen spricht Weisheit,
und seine Zunge redet Recht.
31 Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen;
seine Schritte wanken nicht.
32 Der Gottlose lauert auf den Frommen
und trachtet darnach, ihn zu töten.
33 Jahwe überliefert ihn nicht in seine Gewalt
und läßt ihn nicht verdammen, wenn mit ihm gerechtet wird.
34 Harre auf Jahwe und halte seinen Weg ein,
so wird er dich erhöhen, daß du das Land in Besitz nehmest;
die Ausrottung der Gottlosen wirst du mit ansehn.
35 Ich sah einen Gottlosen trotzig sich geberdend
und sich spreizend wie die Cedern des Libanon.
36 Als ich aber nachmals vorüberging, da war er nicht mehr da;
ich suchte ihn, aber er war nicht zu finden.
37 Habe acht auf den Rechtschaffenen und sieh an den Redlichen,
daß dem Manne des Friedens Nachkommenschaft zu teil wird.
38 Aber die Abtrünnigen werden insgesamt vertilgt;
die Nachkommenschaft der Gottlosen wird ausgerottet.
39 Die Hilfe für die Frommen kommt von Jahwe,
ihrer Schutzwehr in der Zeit der Not.
40 Und Jahwe hilft ihnen und errettet sie;
er errettet sie von den Gottlosen und steht ihnen bei,
weil sie bei ihm Zuflucht suchten.